16 Empfehlungen zum Drau?ensitzen : Restaurants wieder offen - hier k?nnen Sie gut und mit Abstand essen gehen

Der Berliner darf wieder Gast sein und wird auch drau?en bewirtet. Doch die gro?e Freiheit ist noch nicht drin. 16 Beispiele, wer wo wann was serviert.

Felix Denk
Brandneu er?ffnet: "Rutz Zollhaus" in Kreuzberg am Landwehrkanal.
Brandneu er?ffnet: "Rutz Zollhaus" in Kreuzberg am Landwehrkanal.Foto: Rutz Zollhaus / promo

RUTZ ZOLLHAUS

Es ist die wohl spannendste Neuer?ffnung der Saison, auch wenn man sagen muss, dass die Konkurrenz nicht allzu gro? ist. Ab dem 20. Mai kann man sehen, wie das ?Alte Zollhaus“ von Gastronom Herbert Beltle in neuem Glanz erstrahlt – als ?Rutz Zollhaus“ unter der Regie der Familie Schmidt und mit Küchendirektor Marco Müller und Gastgeber Hendrik Canis.

Gestartet wird aber erst einmal in einer krisenoptimierten Soft-Opening-Phase, bei der Küchenchef Florian Mennicken (ehemals u.a. Facil und Adlon) und sein erfahrener Vorg?nger Günter Beyer ab 16 Uhr Brotzeit-Kleinigkeiten anbieten werden – ?hnlich dem Vorabend-Programm der ?Rutz Weinbar“ – und ab 18 Uhr mit Auszügen aus dem vollen Programm: K?nigsberger Klopse, Tatar, auch eine vegetarische Version aus ger?steter Karotte und Schafsmilch, aber auch Ceviche, ein Fisch- und ein Schmorgericht und Edelsteaks in kompromisslos guter Zubereitung. Weine, dafür steht der Weinladen Schmidt, wird es uneingeschr?nkt und in gro?er Auswahl geben.

Das Zollhaus startet mit zehn Tischen für maximal 29 G?ste auf seiner Terrasse, ein Zeitlimit für die Verweildauer gibt es nicht, ebenso keine Selbstbedienung, es wird am Tisch serviert mit Maske und Handschuhen. Eine Reservierungspflicht besteht nicht, es ist aber sinnvoll, sich telefonisch oder per E-Mail einen der wenigen und vermutlich begehrten Pl?tze zu sichern.
Kreuzberg, Carl-Herz-Ufer 30, Mi-Sa 16-22, So ab 13 Uhr, Tel. 69 23 300, rutz-zollhaus.de

BRLO BRWHOUSE

?Unser Biergarten ist seit Freitag wieder offen“, sagt Ben Pommer, Chef des ?Brlo Brwhouse“ am Gleisdreieck. Aber mehr als 200 bis 250 Pl?tze gibt er auf dem gro?en Au?engel?nde, das sonst doppelt so viele Menschen fasst, nicht frei. Reservierung funktioniert für ein Freigel?nde nicht, deshalb l?sst er am Eingang den Andrang kontrollieren. Die Tische sind mit 1,5 Meter Abstand gestellt, eine maximale Belegzahl gibt es nicht. ?Wenn eine Gro?familie kommt, dann darf die dort zusammensitzen. Da gibt es keine anderslautenden Vorgaben.“

Mit seinem Team achtet er darauf, dass alle Verhaltensma?regeln eingehalten werden. ?Das hei?t, bei überm??igem Alkoholkonsum und wenn jemand sich unangemessen verh?lt, müssten wir ihn eben vom Gel?nde weisen.“ Die gr??te Herausforderung sei, die riesige Freifl?che, wie gefordert, zu kontrollieren. (Hier lesen Sie, was Gastronomen noch zum Neustart sagen.)

Der Service arbeitet mit Mundschutz und Handschuhen. Auf der Biergarten-Speisekarte stehen die Brlo-Klassiker, etwa Makkaroni mit K?se, Bio-Bratwurst, Ribs, Wassermelonensalat. ?Ob das ,Brlo‘ im Laufe der Saison dann einfach ein gro?es Open-Air-Restaurant mit umfangreicherer Speisekarte wird, werden wir sehen“, sagt Ben Pommer.
Kreuzberg, Sch?neberger Str. 16, tgl. 13 bis 20 Uhr, brlo-brwhouse.de

Lauschiger Ort mit kleinem Biergarten am Erkelenzdamm in Kreuzberg: Das Restaurant Obermaier bietet alpenl?ndische Küche.
Lauschiger Ort mit kleinem Biergarten am Erkelenzdamm in Kreuzberg: Das Restaurant Obermaier bietet alpenl?ndische Küche.Foto: Mike Wolff

OBERMAIER

Dunja Funke hat für ihr alpenl?ndisches Restaurant mit kleinem Biergarten den Schlie?tag gekippt. Ge?ffnet ist nun die ganze Woche über, die Küche nimmt Bestellungen von 16 bis 21 Uhr entgegen, für Take-away bis 21.30 Uhr. 20 Pl?tze werden im Restaurant, bis zu 30 im Biergarten zur Verfügung stehen, buchbar über ein Online-Reservierungssystem. Auf der Website des Obermaier gibt es ein Portal, das die jeweilige Personenzahl mit dem zur Verfügung stehenden Tisch abstimmt – drau?en wie drinnen – und auch, wie empfohlen, die Personendaten aufnimmt und nach 14 Tagen wieder l?scht.
Service und Küchenpersonal arbeiten mit Visier statt Mundschutz. ?Uns war wichtig, eine Mimik zu haben“, sagt Dunja Funke. Statt der gebundenen Speisekarte gibt es sie als laminierte Version bzw. scannbar per QR-Code. ?Wir haben natürlich mit einer Spargel-Karte begonnen“, sagt die Gastgeberin, ?und bieten ansonsten eine reduzierte Karte mit unseren Lieblingsgerichten. Unser Bio-Saftgulasch mit Sp?tzle ist drauf, das Schnitzel vom Linumer Wiesenkalb mit Kartoffelsalat, die Spinatkn?del ...“

Und wer nur Verpflegung für einen Ausflug braucht, kann einen à la Obermaier gefüllten Picknickkorb ordern. Gut geklappt hat der Neustart schon einmal: Gleich am Freitag war das Restaurant ausreserviert.

Kreuzberg, Erkelenzdamm 17, t?glich 15 bis 22 Uhr, obermaier-kreuzberg.de

FUNKY FISCH

Multigastronom The Duc Ngo ist zwar noch etwas skeptisch, ob die G?ste gleich in Massen wieder in die Restaurants str?men, aber er hat sich immerhin schon gut vorbereitet: Die Terrasse vor dem ?Funky Fisch“ auf der Ecke Kantstra?e in Charlottenburg ist riesig, trotz der Abstandsregeln passen da 40 bis 50 G?ste hin, z?hlt man die Pl?tze vor Ducs ?Ngo Kim Pak“ gleich daneben noch mit dazu, sind das gut 70 G?ste, die dort bewirtet werden k?nnen. ?Wir k?nnten sogar noch um die Ecke bis zum ,893 Ryotei‘ gehen, dann h?tten wir noch mehr. Aber wir wollen erst einmal absehen k?nnen, wie sich das Gesch?ft überhaupt entwickelt“, sagt Duc, der am Freitag alle seiner neun Berliner Restaurants gleichzeitig wiederer?ffnet hat.
Walk-ins sind m?glich, eine Reservierung empfiehlt sich aber, die Verweildauer wird überall, wie bisher nur im Restaurant ?893 Ryotei“ üblich, auf zwei Stunden limitiert. Serviert wird mit Mund-Nasen-Schutz am Tisch, und es gibt Desinfektionsm?glichkeiten. The Duc Ngo leitet seine Mitarbeiter aber an, sich lieber die H?nde oft und gründlich zu waschen, genau das empfiehlt er auch seinen G?sten.

Das Speiseangebot will er zun?chst beibehalten. ?Vielleicht werden wir im ,Funky Fisch‘ nur zehn statt 15 Sorten Fisch anbieten k?nnen, aber ansonsten fahren wir das volle Programm.“

Charlottenburg, Kantstr. 135/136, Di-Sa 12-22 Uhr, "Ngo Kim Pak" t?glich, funky-fisch.de

FISCHERHüTTE AM SCHLACHTENSEE

über Wochen hatten Gastgeberin und Betriebsleiterin Heike Seebaum und Küchenchef Thomas Kurt den gro?en Traditionsbiergarten unter Baumriesen direkt am Schlachtensee nur als Take-away-Imbiss betreiben k?nnen. Nun konnte die Drau?en-Saison mit Blick aufs Wasser endlich starten. Zwar stehen fürs Restaurant ?nur“ 150 und im Biergarten am Ufer ?nur“ 400 Pl?tze zur Verfügung, aber dennoch kann auf der Terrasse wie drau?en wieder entspannt geschmaust werden.
Zwei Security-Mitarbeiter kontrollieren, ob die G?ste auch den gebotenen Abstand voneinander halten. ?Manchmal vergessen sie das – kann man ja verstehen – , aber dann erinnern wir sie freundlich dran“, sagt Heike Seebaum. Verweildauer? ?Da machen wir keine Vorschriften“, sagt sie. Im Biergarten ist, wie schon früher, Selfservice angesagt, auf der Restaurantterasse wird bedient – mit Mundschutz.

Die Speisekarte – sie liegt in laminierter, desinfizierbarer Version aus – ist inhaltlich bereits auf Frühling eingestellt. Es gibt Spargelgerichte, klassisches Wiener Schnitzel, Tatar vom Simmenthaler Rind, diverse Flammkuchen, einen Superfood-Salat ... Das l?uft gut an. Fürs Restaurant sollte man besser reservieren. Für die Auswahl der Weine werden die G?ste im übrigen speziell beraten. Fast alles wie früher also.
Zehlendorf, Fischerhüttenstr.136, Biergarten ab 9 Uhr, Restaurant 12-22 Uhr, fischerhuette-berlin.de

BAR FREUNDSCHAFT

Das Vollblut-Gastgeberduo Willy Schl?gl und Johannes Schellhorn will, gewohnt gro?spurig, der ?Newtonbar“ den Nimbus ablaufen, als einzige Bar in Berlin ge?ffnet zu haben, na ja, sie werden nicht die einzigen bleiben. Auf gro?e Spur ist auch das Platzangebot von 14 Tischen im Au?enbereich angelegt, zweifellos begünstigt davon, dass es an der Ecke Charlotten-/Mittelstra?e ohnehin kaum Anwohner oder Gastronomie gibt, die sich daran st?ren k?nnten.
Neben dem gro?en Weinangebot gibt es auch die üblichen Speisen wie Rindfleischsalat, Beeftatar, eingelegtes Gemüse, Schinken-K?se-Toast – Kleinigkeiten eben, die gut zum Wein passen. Serviert wird mit Mundschutz am Tisch, die gedruckte Weinkarte wird regelm??ig desinfiziert. ?Notfalls tragen wir vor, was draufsteht“, verspricht Willy Schl?gl. Ansonsten gibt es eben noch Einwegkarten.

Reservierungen müssen nicht sein, Walk-ins sind ausdrücklich erwünscht, es gibt kein Zeitlimit. Das k?nnen Sport- und Leistungstrinker samstags beim Frühshoppen ab 14 Uhr leidlich ausnutzen.

Mitte, Mittelstr. 20, Mo-Fr 16->22, Sa 14-22 Uhr, istdeinbesterfreund.com

Ein bisschen Italien. Im "Hofcafé bei Mutter Fourage" sitzt man zwischen Galerie und G?rtnerei und genie?t Bio-Gerichte.
Ein bisschen Italien. Im "Hofcafé bei Mutter Fourage" sitzt man zwischen Galerie und G?rtnerei und genie?t Bio-Gerichte.Foto: Thilo Rückeis / Tsp

HOFCAFé MUTTER FOURAGE

Seit Freitag kann man in Wannsee wieder zwischen Blumen und Hochbeeten sitzen, als sei’s ein Stück Italien. Nur eben nicht mehr so dicht gedr?ngt wie sonst. Etwa 50 ihrer sonst 100 Sitzpl?tze k?nnen Dagmar und Heribert von Reiche im gro?en Drau?enbereich ihres Hofcafés in Wannsee bieten, maximal vier Stühle sind pro Tisch gestellt.

Für das Servicepersonal haben sie statt Mundschutz Plastikvisiere bestellt. ?Da kann man doch wenigstens das Gesicht erkennen“, sagt Heribert von Reiche. Desinfektionsspender? ?Nein“, sagt er, ?das müssen wir nicht. Auf der Toilette, für die man sich den Schlüssel abholen muss, kann man die H?nde mit Seifenl?sung waschen. In den Raum darf immer nur eine Person.“

Mit einer kleineren Karte kalkulieren die Inhaber nicht. ?Die wechselt bei uns ja sowieso t?glich. Wir bieten, was geht.“ über eine vorgegebene Verweildauer machen sich die Wirtsleute keine gro?en Gedanken. ?Wir sind eine Ausflugsgastst?tte, da bleiben die Leute nicht so lange. Und falls doch, werden wir freundlich darauf hinweisen.“

Das Abhol-Menü, das in den letzten Wochen angeboten wurde, will das Hofcafé eventuell beibehalten. ?Das hat meiner Frau und der Küche viel Spa? gemacht“, sagt von Reiche.
Wannsee, Chausseestr. 15A, t?glich 9-19 Uhr, hofcafé-berlin.de

ZOLLPACKHOF

Der Zollpackhof geh?rt zu den gr??ten und sch?nsten Bierg?rten der Stadt. Schon vor 300 Jahren erholten sich die Berliner hier von der Unbill des Alltags. Das ist nach einer Auszeit dort auch jetzt wieder m?glich. Allerdings werden – statt wie in normalen Zeiten 2000 – nur maximal 600 Pl?tze zur Verfügung stehen, damit der Abstand von mindestens 1,5 Metern gewahrt bleibt.

Jeder Gast wird bei der Ankunft aufgefordert, sich die H?nde zu desinfizieren und in eine G?steliste einzutragen. Die Mitarbeiter werden Mund- und Nasenschutz tragen. Desinfektionsspender stehen bereit. Fürs Restaurant ist eine Reservierung notwendig, für den Biergarten nicht. Wer einmal da ist, kann so lange bleiben, wie er mag.

Auch hier ist das Speisenangebot zun?chst reduziert. Zum Augustiner-Bier mit Blick auf Spree und Kanzleramt kann man aber auf jeden Fall eine zünftige Schweinshaxe genie?en. Auch Schnitzel wird es geben und für Vegetarier K?sesp?tzle.
Tiergarten, Elisabeth-Aibegg-Str. 1, t?glich 12-22 Uhr, zollpackhof.de

Brotzeit im Tiergarten mit Blick auf Ruderboote: Café am Neuen See.
Brotzeit im Tiergarten mit Blick auf Ruderboote: Café am Neuen See.Foto: Kai-Uwe Heinrich / Tsp

CAFé AM NEUEN SEE

Endlich wieder Rostbratwürstchen und Leberk?s’ unter Tiergartenb?umen. Das ?Café am Neuen See“ hat seit dem Freitag wieder ge?ffnet. In den Tagen zuvor war das Personal noch heftig mit der Vermessung der vorgegebenen Abst?nde besch?ftigt. Statt 1000 Sitzpl?tzen werden im Biergarten nun noch ungef?hr 500 zur Verfügung stehen, im Restaurant statt normal 140 noch 60 bis 80.

Im Biergarten gelten neue Regeln: Pizza und bayerische Schmankerl werden über den Tresen gereicht, Brezeln gibt es abgepackt zum Selbstmitnehmen (in einer früheren Version war die Rede, dass alle Waren abgepackt seien, was beim Stand der Recherche auch vorgeschrieben war. Die Auflagen für die Ausgabe von vorbereiteten Lebensmittel wurde inzwischen aber gelockert. Die RED). Im Restaurant wird am Tisch bedient, pers?nliche Daten werden nicht aufgenommen. Zun?chst wird ein etwas abgespecktes Sortiment geboten. Es gibt aber, wie gewohnt, Burger, Flammkuchen, Lachs und Pizza.
Alle Mitarbeiter tragen Mund- und Nasenschutz, wie Generalmanager Sven Richnow sagt. Es werde ?viel mit Zangen gearbeitet“ und bei Speisen, die unmittelbar zum Verzehr zubereitet würden, auch mit Handschuhen. überall sind Desinfektionsmittel-Spender für G?ste und Personal aufgestellt, selbst am Ruderbootverleih.

Eine Begrenzung der Verweildauer sei nicht vorgesehen, sagt Richnow. Das wolle man den G?sten denn doch nicht zumuten. Ohnehin rechnet er nicht damit, dass sie nun pl?tzlich überm??ig lange bleiben wollten.

Tiergarten, Lichtensteinallee 2, Restaurant t?glich 9-22 Uhr, Biergarten ab 12 Uhr, cafeamneuensee.de

STRASSENBAHNDEPOT HEILIGENSEE

Gute Nachrichten verbreiten sich schnell: Am Freitag, dem ersten ?ffnungstag, war das Restaurant im alten Stra?enbahndepot Heiligensee schon Tage vorher ausgebucht, und fürs Wochenende sah es ?hnlich aus.
Das Gasthaus an der alten Dorfaue, das zu den sch?nsten kulinarischen Ausflugszielen am Berliner Stadtrand geh?rt, ist auf jeden Fall wieder da, und Patron René Scheike, der seinen wohldosierten Ehrgeiz nicht verloren hat, bietet neben dem regul?ren Angebot à la carte jetzt passend zur Saison ein leicht asiatisch angehauchtes Menü mit vier G?ngen an.

Der Gastgarten steht bereit, auch wenn die Wettermeldungen fürs Wochenende nicht allzu optimistisch klingen. Aber auch drinnen ist alles ausgemessen, und die Pl?tze werden nach Ma?gabe aller Vorschriften vergeben, solange der Vorrat reicht.

Das h?chst erfolgreiche Au?er-Haus-Programm mit deutschen Küchenklassikern bleibt aber vorerst erhalten. Die Pl?tze werden übrigens nach Verfügbarkeit vergeben.

Heiligensee, Alt-Heiligensee 73-75, Mi-Sa ab 16, So ab 12 Uhr, strassenbahndepot-heiligensee.de

ENOITECA IL CALICE

Kaum jemand hat in der Innenstadt so viel Platz wie die ?Enoiteca Il Calice“ – drau?en auf dem weitl?ufigen Walter-Benjamin-Platz, aber auch drinnen auf zwei Etagen. Die feine, kreative italienische Küche dieses eleganten Weinrestaurants geh?rt l?ngst wieder zu den besten dieses Stils in der Stadt, die Weinkarte h?lt locker mit, und Seniorchef Antonio Bragato empf?ngt seit dem 15. Mai wieder G?ste.

Ge?ffnet ist t?glich au?er sonntags auch zum Lunch, die Küche bietet das volle Programm wie immer, und das strenge G?steregiment dürfte allen amtlichen Anforderungen standhalten: Nur die H?lfte der Pl?tze wird vergeben, und abends sind auf telefonische oder Online-Reservierung zwei Zeitfenster vorgesehen, das erste beginnt um 17, das zweite um 19.45 Uhr.

Weiterhin bietet das Restaurant aber auch Speisen zum Mitnehmen an, und für zu Hause gibt es sogar ein weitgehend vorbereitetes Vier-G?nge-Menü – Tatar vom Fassone-Rind, Ravioli mit Burrata und Spinat, Kalbsfilet mit Spargel und Tiramisu –, das nur noch fertiggestellt werden muss. Also sollte hier nahezu jeder auf seine Kosten kommen.

Charlottenburg, Walter-Benjamin-Platz 4, Mo-Sa Lunch 12-16 Uhr und Abendessen 17-22 Uhr. enoiteca-il-calice.de

BREWDOG DOGTAP

Für Marcus Thieme fühlt es sich ein bisschen an wie eine Neuer?ffnung. Wie werden die G?ste auf lange Sicht reagieren? Kommt der Service dauerhaft mit den neuen Regeln zurecht? Der Gesch?ftsführer von Brewdog freut sich, dass die Zapfh?hne wieder laufen dürfen. Abstandsregeln sind im ?Dogtap“ nicht das Problem, das Gel?nde in Mariendorf ist ja wirklich gro?zügig. Von den 420 Pl?tzen, die sie im Biergarten haben, werden 160 angeboten, drinnen bleiben von 700 Sitzen maximal 200.

Die Karte ist etwas reduziert, auch um den Service schneller zu machen. Denn an die Bar gehen, ist wegen der neuen Auflagen nicht drin. Es gibt Pizza, Burger und Salate; die H?lfte des Angebots ist vegetarisch, ein Fünftel vegan. Statt 50 Sorten Craftbier zapfen sie erst mal 20 bis 25 vom Hahn. Gr??er ist die Auswahl an Dosen und Flaschen. Abholung und Lieferung wird es weiterhin geben, sagt Thieme.

Und auch die Minigolfbahn soll bald er?ffnen, da arbeiten sie noch am Hygienekonzept. Allein Bowling f?llt erst mal aus. ?Und das schmerzt“, sagt Thieme.

Mariendorf, Im Marienpark 23, Mo-Fr 15-22 Uhr, Sa-So 12-22 Uhr, brewdog.com

MICHELBERGER RESTAURANT

Auch im coolsten Hotel der Stadt k?nnen die Berliner wieder essen gehen, und zwar von früh bis (halbwegs) sp?t. Von 8 bis 11 Uhr gibt es im Michelberger ein Frühstück auf dem Tablett serviert – mit hausgebackenem Brot, Geb?ck und wechselnden Specials wie Kokosnuss-Milchreis oder Shakshuka. Mittags von 12 bis 15 Uhr gibt’s Gerichte wie einen ger?ucherten Fishcake mit Spinat und Curry-Aioli.

Und für das Dinner haben sich die Küchenchefs Alan Micks und Andreas Rieger (Ex-?Einsunternull“), wie sie sagen, etwas Besonderes ausgedacht. Jeden Tag stehen die Waren auf einer Tafel, die die Lieferanten aus dem Umland gerade gebracht haben, oder die sie auf dem eigenen Hof geerntet haben, aktuell Kr?uter, Salat, Spargel und demn?chst auch Gemüse. Wer etwa Sauerampfer oder Chicoree nicht mag, streicht das, aus dem Rest zaubern die K?che ein Menü, das zum Teilen auf den Tisch kommt. Kostenpunkt: 28 Euro.

Nachtisch kann man zus?tzlich bestellen. Bei sch?nem Wetter natürlich im lauschigen Innenhof.

Friedrichshain, Warschauer Str. 39, tgl. ab 8 Uhr, Dinner Di-Sa ab 18 Uhr, michelbergerhotel.com

Chillen mitten im Park in Westend: Das "Stella" hat seine Terrasse und sein Selbstbedienungsrestaurant wieder ge?ffnet.
Chillen mitten im Park in Westend: Das "Stella" hat seine Terrasse und sein Selbstbedienungsrestaurant wieder ge?ffnet.Foto: picture alliance / dpa

BOOTSHAUS STELLA AM LIETZENSEE

Endlich, werden nicht nur Jogger, Spazierg?nger und Kiezanwohner sagen, endlich ist auch die Sonnenterrasse am Lietzensee wieder offen. Inhaber Sergio Soldarini hat wegen der Corona-Vorschriften die Tische vor seinem Selbstbedienungsrestaurant ?Stella“ (Foto oben) auf zwei Meter Abstand gestellt und die Eingangssituation ver?ndert: Ein Weg führt rein, ein anderer raus.

Küche und Personal sind vom Gast durch Plexiglasscheiben getrennt – Mundschutz also nicht n?tig. ?Wer ihn aber tragen m?chte, darf das“, sagt der Chef. Auf Handschuhe verzichtet das Personal, es setzt auf regelm??iges H?ndewaschen. Da drau?en nur die H?lfte der G?ste Platz haben wird, ist auch die Karte etwas reduziert. Zw?lf Gerichte bieten Soldarini und das Stella-Team an, neben tagesaktueller Pizza und Pasta wie immer: Würstchen, Brezeln und natürlich Hausmacherkuchen und Eis.

Nach drei Wochen Schlie?zeit sagt er mit einem Seufzer: ?Ein Glück, dass wir wieder ?ffnen dürfen. L?nger h?tten wir das finanziell nicht durchgehalten.“

Charlottenburg, Witzlebenplatz 1A, t?glich 10-22 Uhr, bootshausamlietzensee.de

CAFé EINSTEIN STAMMHAUS

Das "Café Einstein Stammhaus" ist nicht nur ein ausnehmend elegantes Kaffeehaus, in dem man vor der Unbill des Winters fliehen kann, auch im Sommer ist die ehemalige Villa des Stummfilmstars Henny Porten ein ziemlich lauschiger Ort. In dem sch?nen, von stattlichen Buchen umrankten Hof vermisst man jedenfalls keinen Biergarten – und isst deutlich besser als in den meisten. Stichwort: Wiener Schnitzel, hausgemachter Apfelstrudel.

Dichtestress muss hier kein Gast befürchten, denn der Garten ist sehr gro?zügig. Um Reservierung wird gebeten.

Tiergarten, Kurfürstenstr. 58, bei gutem Wetter t?glich 12-22 Uhr, cafeeinstein.com

Lauschige Hinterhof-Terrasse mitten in Mitte: der Au?enbereich des Restaurants Pauly Saal.
Lauschige Hinterhof-Terrasse mitten in Mitte: der Au?enbereich des Restaurants Pauly Saal.Foto: Jule Müller / Pauly Saal / promo

PAULY SAAL

Sch?nster Ort zum drau?en sitzen in Mitte? Die Terrasse des "Pauly Saal" ist ein hei?er Anw?rter für einen Platz auf dem Treppchen. Der Schulhof der ehemaligen Jüdischen M?dchenschule versteckt sich hinter dem neusachlichen Klinkerbau. Wenn das Wetter es zul?sst, kann man hier die eleganten franz?sischen Menüs von Sternekoch Dirk Gieselmann genie?en.

Erst einmal macht das Team für vier Tage auf. Los geht es am Mittwoch, 20. Mai, ab 17 Uhr. Weil es kein à la Carte gibt, sondern nur ein Menü mit vier oder fünf G?ngen, ist die letzte Tischreservierung um 19.45 Uhr. Denn, wie alle Restaurants derzeit, wird auch der Pauly Saal um 22 Uhr geschlossen. Ebenfalls geschlossen bleibt die Bar.

Mitte, Auguststr. 11-13, paulysaal.com

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Anmerkung der Redaktion

Wir haben für diese Sammlung bei den jeweiligen Gastronomen gefragt, wie sie die Hygiene- und Abstandsregeln umsetzen werden. Ob und wie sorgf?ltig sie das in der t?glichen Praxis umsetzen, k?nnen wir nicht garantieren.
Wir behalten uns vor, bei bekanntwerden von Verst??en den jeweiligen Kandidaten nach einer weiteren Prüfung aus dieser Liste zu streichen.

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