Warnungen vor Terroranschl?gen : Deutschland braucht eine neue Risikokultur

Deutschland wird mit der latenten Terrorgefahr leben müssen. Man kann von Israel lernen, wo es eine Art Risikokultur gibt. Ein Kommentar.

Der Karneval in Braunschweig stand im Februar verganenen Jahres schon unter verst?rkter Polizeibeobachtung wegen Terrorgefahr. Dieses Jahr stand der K?lner Karneval fast auf der Kippe.
Der Karneval in Braunschweig stand im Februar verganenen Jahres schon unter verst?rkter Polizeibeobachtung wegen Terrorgefahr....Foto: dpa

Bald w?re es offenbar wieder so weit gewesen. Die K?lner Polizei soll nach Medienberichten erwogen haben, den Rosenmontagszug abzusagen. Ein arabisch aussehender Mann hatte in einem Baumarkt eine gr??ere Menge Chemikalien gekauft, mit denen Sprengstoff fabriziert werden kann. H?tte sich der offenbar harmlose Mensch nicht bei der Polizei gemeldet, w?re wom?glich für eine Million Karnevalisten in K?ln der Rosenmontag traurig geworden.

Wieder h?tte eine Gro?veranstaltung wegen Terroralarm ausfallen müssen. Gleitet die Republik in Hysterie ab? Die Gefahr sehen selbst Experten, die sich t?glich mit Terrorismus befassen. Im Umgang mit Warnhinweisen sei ?ein abgewogenes Risikomanagement“ n?tig, mahnt jetzt Hans-Georg Maa?en, Pr?sident des Bundesamtes für Verfassungsschutz. ?Wir dürfen unser ?ffentliches Leben nicht von den Drohungen der Terroristen lahmlegen lassen.“

Recht hat er. Die Republik sollte auf ein Land wie Israel schauen, das weit mehr Terror aushalten muss. Dort gibt es eine Art Risikokultur. Gro?veranstaltungen finden auch in heftigen Zeiten statt, Absagen sind selten. Die Polizei sorgt stets für demonstrativen Schutz, das schreckt einen Teil der Terrorszene ab und mindert die ?ngste der Bev?lkerung. Davon kann Deutschland lernen.

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