K?nnen Kinder infekti?s sein? : ?Schul?ffnungen sind ein Experiment“

Wie gro? das Risiko ist, dass sich Lehrer und Schüler in der Schule anstecken, wei? keiner. Wozu r?t die Wissenschaft?

Abiturienten am Gymnasium Dresden Klotzsche sitzen w?hrend der Konsultationen in einem Klassenzimmer.
Abiturienten am Gymnasium Dresden Klotzsche sitzen w?hrend der Konsultationen in einem Klassenzimmer.Foto: dpa

Der Druck, Schulen und Kitas zu ?ffnen, um Eltern wieder in das Arbeitsleben integrieren zu k?nnen, ist gro?.

Und ist es nicht ohnehin so, dass den bisherigen Erfahrungen nach vor allem ?ltere Menschen ein hohes Risiko haben, an Covid-19 zu erkranken? Erst ?ab 50 bis 60 Jahre“ steige das Risiko für einen schweren Verlauf stetig an, stellt das Robert-Koch-Institut fest, w?hrend es bei Kindern dafür ?kein erh?htes Risiko“ sieht.

[Alle aktuellen Entwicklungen in Folge der Coronavirus-Pandemie finden Sie?hier in unserem Newsblog. über die Entwicklungen speziell in Berlin halten wir Sie?an dieser Stelle auf dem Laufenden ]

Dennoch k?nnen Kinder prinzipiell infiziert werden und damit andere anstecken: auch ?ltere Erwachsene, wie etwa die in Deutschland mehrheitlich in die Gruppe der über 50-J?hrigen fallenden Lehrerinnen und Lehrer und Menschen mit besonderen Risikofaktoren. Wie gro? dieses Risiko ist, ob mit Masken, ob ohne, in gro?en und kleinen Klassenr?umen, von Kindern angesteckt zu werden, die zwar infiziert aber nicht erkrankt sind, wei? zurzeit niemand. Dazu br?uchte es aussagekr?ftige Studien, die es kaum gibt.

In China, woher die meisten derartigen Daten stammen, fiel der Ausbruch mit den Ferien zusammen, sodass sich kaum etwas ableiten lie?. Laut der Chinesischen Seuchenbeh?rde CCDC war nur ein Prozent der unter Zehnj?hrigen infiziert. ?rzte aus Wuhan berichten im ?New England Journal of Medicine“ von 171 infizierten, im Schnitt 6,7 Jahre alten Kindern, 41 Prozent hatten ?milde Symptome“ wie Fieber und Husten. Drei Kinder mussten auf die Intensivstation, eines starb mit zehn Monaten nach Multiorganversagen.

Ohne Erkrankungsrisiko sind also auch Kinder nicht. Und einer Sprecherin des Robert-Koch-Instituts zufolge wisse man, dass Kinder sich ?hnlich h?ufig anstecken wie Erwachsene. Das h?tten Kontaktnachverfolgungen ergeben, sagte sie dem Tagesspiegel. Zwar zeigen Kinder deutlich seltener Erkrankungssymptome, doch hatten sie vergleichbar viele Viren im Rachen, waren also potenziell infekti?s.

Auch gebe es keine verl?sslichen Zahlen darüber, wie hoch der Anteil von übertragungen von Infizierten – jung oder erwachsen – ist, die keine Erkrankungssymptome zeigen. Aber zur Verbreitung von Sars- CoV-2 k?nne von einem gewissen geringen Anteil von asymptomatischen übertragungen ausgegangen werden. Darauf weisen auch die Wuhaner ?rzte hin.

[Wenn Sie alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Krise live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir?Ihnen unsere runderneuerte App, die Sie?hier für Apple-Ger?te?herunterladen k?nnen und?hier für Android-Ger?te.]

Was also tun, wenn die Wissenschaft noch keine klaren Antworten geben kann? Vorsichtig agieren w?re sinnvoll. Aber reicht es, h?ufig zu lüften und die Anzahl der Schülerinnen und Schüler in einem Klassenzimmer so weit zu senken, dass die Abst?nde gro? genug sind – 15 statt 30 zum Beispiel? ?Da würde ich schon denken, dass so etwas positive Effekte haben kann“, mutma?te Charité-Virologe Christian Drosten kürzlich in seinem Podcast beim NDR.

Allerdings sagte er auch: ?Wir haben dazu keine eigenen Erkenntnisse aus eigenen Studien oder eigenen Labors.“ Die Schulen zu ?ffnen, ist also – de facto – ein Experiment. Und letztlich ?eine Güterabw?gung“, meint Drosten in einem seiner jüngsten Podcasts. Wobei es ?natürlich besser w?re, wenn alle die ganze Zeit zu Hause bleiben, rein aus so einer epidemiologischen Sichtweise.“ Doch dem stehe nun einmal ?die Realit?t“ entgegen.

Mehr lesen? Jetzt E-Paper gratis testen!

97 Kommentare

Neuester Kommentar
      汤姆叔叔-官网