Schnelle Küche - die t?gliche Rezeptkolumne : Pasta mit Tomatenso?e

Kleiner Aufwand, gro?er Genuss: Einfache Rezepte aus unserer Redaktion. An Tag 17 widmen wir uns einem Kinderessen mit hohem Genussfaktor.

Einfach zu machen und einfach gut im Geschmack: Tomatenso?e mit Dosentomaten
Einfach zu machen und einfach gut im Geschmack: Tomatenso?e mit DosentomatenFoto: Getty Images/iStockphoto

Wer mal versucht hat, frische Tomaten einzukochen, wei?, wie wichtig Erntezeitpunkt, Lage und Klima für die Qualit?t sind. Halt! Reden wir jetzt über Tomaten oder über Weintrauben?
Genau genommen ist der Unterschied nicht so gro?: Die perfekte Reife ist bei beiden entscheidend, unreife oder überreife Früchte ergeben Fehlaromen. Es braucht viel Sonne, bis die S?ure durch den sich bildenden Zucker harmonisiert wird. Und dann ist da noch der Boden, der in Kampanien am Fu?e des Vesuvs einfach die besten Tomaten der Welt hervorbringt.

Dosentomaten liefern gleichbleibende Qualit?t

Von dort kommen die Dosentomaten von ?Mutti“, verschiedene Sorten, ich nehme immer die gro?en Flaschentomaten, nur gesch?lt, nicht gestückelt oder gar püriert, das ist mir zu w?ssrig und ich mag es, wenn am Ende noch faserige Stücke in der Sauce sind. Da sich ein Sugo im Kühlschrank lange, in der Tiefkühltruhe sehr lange h?lt, nehme ich immer gro?e Dosen, das ist billiger und man hat nur einmal den Aufwand.

Ziemlich gute Qualit?t in der Dose, die gesch?lten Tomaten von "Mutti" aus Kampanien
Ziemlich gute Qualit?t in der Dose, die gesch?lten Tomaten von "Mutti" aus KampanienFoto: Kai R?ger

Rezept Tomatenso?e

Zutaten für 4 Portionen

2 Dosen gesch?lte Tomaten a 260 g oder eben eine gr??ere
1 kleine wei?e Zwiebel (diese italienische Sorte ist milder und sü?er, es gehen aber auch ganz normale Speisezwiebeln)
2 Zehen Knoblauch
1 Schuss alter Balsamicoessig
1/2 Bund frisches Basilikum
1 Lorbeerblatt
1/2 TL getrockneten Thymian
reichlich Oliven?l

Zubereitung

Zuerst schwitze ich in einem gro?en Topf kleingeschnittene Zwiebeln in reichlich Oliven?l so an, dass sie ihre Struktur verlieren aber keine Farbe annehmen. Das geht nur bei ganz kleiner Hitze und dauert knapp 10 Minuten. Vollblutitaliener lassen die Zwiebel weg, so bleibt die So?e leichter und flüssiger, ich m?chte aber eine s?mige So?e haben, die Zwiebeln geben eine sch?ne Bindung.
Wenn ich die Sauce sp?ter mit Fleisch zu einer Bolognese verarbeiten will, dann mache ich jetzt noch sehr kleingeschnittene M?hren mit dazu (schmeckt mit Karotten eigentlich auch ohne Fleisch besser, ist aber Geschmackssache).
Gewürfelter Knoblauch kommt erst ins ?l, wenn die Zwiebeln weich sind, er soll nur kurz im ?l mitziehen.
Dann kommen die Tomaten mitsamt dem Saft in den Topf. Ich zerdrücke sie ein bisschen mit einem Schneebesen an, damit sie schon mal platzen. Noch ein Lorbeerblatt, ein Basilikum-St?ngel ohne Bl?tter, den Thymian (verwendet man frischen - was sehr gut schmeckt - besser erst 10 Minuten vor Kochende dazutun) und eine ordentliche Prise Salz, dann darf alles für gut 30 Minuten ohne Deckel k?cheln.
Die Tomaten haben jetzt ihre Struktur verloren, die So?e dickt ein und wird sch?n s?mig. Jetzt geht es ans Abschmecken: Soll es eine Bolo werden, brate ich parallel das Fleisch mit Salz und Pfeffer an und gebe die Tomatensauce dann darüber und lasse es noch einmal 15 Minuten miteinander kochen.
Eine klassische Tomatenso?e schmecke ich mit einem Schuss sü?en Balsamico (besser nicht mit Zucker und saurem Essig abschmecken, es geht nicht darum, Ketchup zu machen, sondern nur den Geschmack zu heben, notfalls den Essig weglassen), Pfeffer und Salz ab.
Basilikum nehme ich nur frischen, der kommt am Ende mit dem Parmesan über die Nudeln.
Am besten schmeckt mir die Tomatensauce nach R?mer Art. Dazu zerlasse ich bei geringer Hitze eingelegte Sardellen und Kapern mit Knoblauch (alles kleingewürfelt) in reichlich Oliven?l, bis sich die Struktur der Sardellen aufl?st. Darüber gebe ich dann ein paar Kellen Tomatensugo und lasse alles noch einmal 10 Minuten kochen. Durch die Sardellen bekommt alles mehr Tiefe, ohne dass es fischig schmeckt. Die Sauce wird vollmundiger und passt am besten zu etwas dicken Spagetti.

Anrichten

Als Pasta eignen sich praktisch alle Hartweizennudeln, ich pers?nlich mag etwas dickere Spaghetti oder Fettuccine sehr gerne, verwende aber mal die dicklich gedrehten Caserecce, die saugen die So?e f?rmlich auf. Die Pasta koche ich in einem sehr gro?en Topf (100g Pasta auf 1 Liter Wasser) mit reichlich Salz (einfach probieren: schmeckt das Wasser komplett versalzen, ist es genau richtig) ohne Deckel fast al dente, denn ich lasse sie immer noch in der So?e garziehen: einfach die Pasta nach dem Abgie?en (ich behalte vom Kochwasser immer eine Tasse Salzwasser übrig, wenn die Nudeln verkleben, l?sen sie sich wieder, wenn man das Kochwasser darüber gie?t) in einen gro?e Pfanne schütten, Tomatensauce darüber und noch ein oder zwei Minuten in der So?e gar ziehen lassen, so nehmen die Nudeln das Tomatenaroma besser in sich auf.
Serviert wird in einer tiefen Schale, die steht in der Mitte des Tischs, jeder bedient sich. Dazu serviere ich dünn geschnittenen Basilikumbl?tter und Parmesank?se mit einer Reibe. Beides nimmt sich jeder selbst nach Lust und Laune.

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